Totenmasken

Abstract

Totenmasken sind besondere Abbildungsformen des menschlichen Gesichts, die wir zumeist nur van berühmten Persönlichkeiten kennen. Anlaß für eine Reflexion der Bedeutung van Totenmasken gaben die Überreste einer Sammlung van Masken, die Kriminellen nach der Hinrichtung abgenommen worden waren. Ob Berühmtheiten oder Verbrecher - in beiden Fällen sind die dreidimensionalen Abbildungen Ausdruck eines physiognomischen Interesses, das im 19. Jahrhundert verschiedene Bereiche der Wissenschaft und des Alltagslebens durchdringt. Die Totenmasken von Hingerichteten waren Studienobjekte für Kriminalisten und Schreckgespenster in Wachsfigurenkabinetten. Ermittelt werden sollen Sinn und Funktion dieser Abbildungsform und damit verknüpfte symbolische Zeichen. Die Totenmasken von Hingerichteten erscheinen als Trophäen aus dem Kampf gegen das Verbrechen und als wissenschaftliche Studienobjekte im Dienste der Physiognomik.

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Regener, S., (1993) “Totenmasken”, Ethnologia Europaea 23(2), p.153-170. doi: https://doi.org/10.16995/ee.1215

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Susanne Regener (Universität Hamburg)

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