Sehnsüchte, Güternachfrage und Industrialisierung.

Abstract

Die vorliegende Arbeit orientiert sich an der These vom engen Konnex der Neueinführung und Ausweitung des Genußmittelkonsums in der frühen Neuzeit und der Ausbildung des industriellen Systems. Das 17. Jahrhundert ist eine der unruhigsten Perioden in der Geschichte des Drogengenusses vor unserer Gegenwart. Vom späten 17. Jahrhundert an gewinnen Kaffee und Tabak, die im 16. Jahrhundert in Europa erstmals bekannt gewordenen waren, auch in Österreich rasch an Bedeutung. Gegenstand der Untersuchung ist die Entwicklung des Verbrauchs von Wein, Bier, Obstmost, Branntwein, Kaffee, Zucker und Tabak in Österreich im 18. und 19. Jahrhundert, nicht nur in Hinblick auf ihre ökonomische Bedeutung, sondern auch in ihrer Rolle als Demonstrationsmittel und Zeichen. Genußmittel haben eine demonstrative Funktion, sind Ausdruck des Zivilisationsprozesses und Mittel der Disziplinierung im Sinne der von Norbert Elias zuerst entwickelten Theorien über die Mechanismen und Wirkungen des europäischen und allgemeinen Zivilisationsprozesses.

How to Cite

Sandgruber, R., (1983) “Sehnsüchte, Güternachfrage und Industrialisierung.”, Ethnologia Europaea 14(1), p.143-162. doi: https://doi.org/10.16995/ee.1436

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Roman Sandgruber (Universität Wien)

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