European Ethnology and the Question of Social Banditry

Abstract

Europäische Ethnologie und das Problem des Sozialbanditentums Der Beitrag plädiert für die Entwicklung der europäischen Ethnologie zu einer komparativen Disziplin. Am Beispiel des Banditentums wird herausgestellt, daß dieses je nach den lokalen Gegebenheiten soziale oder antisoziale Züge annehmen kann. Nach der aufgestellten Hypothese herrscht ,,soziales" Banditentum in bäuerlichen Gesellschaften vor, die von einer ethnisch fremden Elite beherrscht werden, während ,,antisoziales" Banditentum in jenen Regionen auftritt, in denen ökonomische und ethnische Unterschiede sich nicht überschneiden. Diese Hypothese gestattet die Zusammenfügung der Theorien zum Banditentum von Eric Hobsbawm und Anton Blok. Sie wird abgestiitzt durch Material aus Osteuropa (Ruthenien) und Südeuropa (Sizilien). Weiterhin wird argumentiert, daß das Konzept einer einheitlichen ,,bäuerlichen" bzw. ,,folk" Gesellschaft, wie es von den Anthropologen in Nordamerika benutzt wird, beträchtlich verfeinert und differenziert werden muß, bevor es gewinnbringend auf europäische Gesellschaften angewandt werden kann.

How to Cite

Scheffel, D., (1981) “European Ethnology and the Question of Social Banditry”, Ethnologia Europaea 12(1), p.88-97. doi: https://doi.org/10.16995/ee.1863

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David Scheffel (MacMaster University, Hamilton, Ontario)

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