Kulturtransfer

Abstract

Die deutsche Bundesregierung hat begonnen, eine jeweils zeitlich begrenzte Arbeitserlaubnis an jene Bewerber zu vergeben, die bereit sind, zur Behebung des Mangels an Fachkräften in der informationstechnologischen Branche hierzulande beizutragen. Die neue Form von Anwerbungspraxis gibt der wissenschaftlichen
Disziplin Europäische Ethnologie/Volkskunde die einmalige Chance, sich mit bestimmten kulturellen Aspekten zu befassen, die bisher nicht im Zentrum des eigenen Forschens standen: Die neuen Arbeitskräfte sind nicht mehr un- und angelernte Industriearbeiter aus Südeuropa, sondern gut ausgebildete und weltweit begehrte IT-Fachkräfte vom indischen Subkontinent, aus der ehemaligen UdSSR und aus Südosteuropa. Das heißt: Das soziale Spektrum unseres Faches würde sich beträchtlich erweitern. Der Aufsatz bilanziert aktuelle Ansätze im Bereich der Migrationsforschung. Darüber hinaus geht es ihm darum, ein Modell zu entwickeln, wie weitere
Forschung sinnvoll und innovativ entwickelt werden kann, wenn man gleichermaßen diachrone und synchrone inter- und intrakulturelle Austauschprozesse zur Auswertung bringt.

How to Cite

Lauterbach B., (2002) “Kulturtransfer”, Ethnologia Europaea 32(1). doi: https://doi.org/10.16995/ee.927

Publisher Notes

  • This article was previously published by Museum Tusculanum Press.

Authors

Burkhart Lauterbach (Universität Würzburg)

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